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Unser stärkster gegner: Covid-19

Der weltweite shut down belastet das gesellschaftliche Leben extrem. Ein paar Gedanken dazu.

Der weltweite shut down hat unseren Vereinen schwer zugesetzt. Die Situation im Schützensport ist schnell zu beschreiben: Drei Monate verschlossene Türen für das Vereinsheim. Die Bezirks-, Landes-, Bundes-, Europa- und Weltmeisterschaften 2020 finden nicht statt. Die üblichen, kleines Geld in die Kasse spülenden Veranstaltungen mussten wir alle streichen. Kein Osterschießen, kein Bürgerschießen, kein Königsschießen, nichts was Leute zusammenbringt.
Das gesellschaftliche Leben in den Vereinen ist nichtmehr vorhanden. Die gemütlichen Stammtische im Vereinslokal werden zu Recht von den älteren Mitgliedern gemieden. Die Risikogruppen haben sich zurückgezogen. Die Gasträume vieler Schützenhäuser sind so klein, dass sich theoretisch nur eine bis zwei Personen darin aufhalten dürfen. Ein gemeinsamer Trink nach dem Training? Nur draussen vor der Tür. Aber da steht schon bald der Winter...

Nach den ersten Lockerungen haben wir mühsam den Schießbetrieb wieder aufgenommen, haben die Jugendlichen angesprochen und wieder zum Training geholt. Die Älteren tun sich mit den Hygienemaßnahmen schwer.
Die üblichen zehn Rundenwettkämpfe, die jede Mannschaft durchs Jahr zu bestreiten hat, werden in total aufgeweichter Form mühsam im letzten Quartal durchgewunken. Ohne Wertung, ohne Spannung, ohne Auf- und Abstieg.

Wir Trainer versuchen die Flaggen hochzuhalten. Beschäftigen den Nachwuchs wo es nur geht. Nur keine Langeweile aufkommen lassen. Die viele Zeit nutzen wir für intensives Training. Ein paar Wettkämpfe laufen ja noch. Der Hessische Schützenverband hat diese Jahr noch zwei größere Schießen für die Schützenjugend organisiert. Wenn man die Hygienemaßnahmen durchliest, glaubt man fast das Ganze findet in einer Klinik statt.Wir kommen zurecht. Wir hatten noch nie so gut geputzte Sportgeräte im Schrank stehen. Alle Reparaturen sind erledigt. Fehlt nur noch die bisher ausgefallene Jahreshauptversammlung.
Wir schauen in die Zukunft und warten auf den Niedergang von Covid-19.